QR-RECHNUNG LEITFADEN

QR-Rechnung: der komplette Leitfaden für die Schweiz

Der offizielle Schweizer Rechnungsstandard, ohne Umschweife erklärt. Was er ist, wie er funktioniert, wie man ihn richtig erstellt. Für KMU und Selbstständige in Bern, Zürich, Basel und der gesamten Deutschschweiz.

Was ist die QR-Rechnung

Die QR-Rechnung (französisch QR-facture, italienisch QR-Bill) ist der offizielle Schweizer Rechnungsstandard für Banküberweisungen. Sie wurde am 30. Juni 2020 von SIX Interbank Clearing eingeführt; seit dem 1. Oktober 2022 ist sie der einzig zulässige Standard bei Banken und PostFinance: die alten roten Einzahlungsscheine (BVR) und orangen (ESR) werden nicht mehr akzeptiert.

Die Idee ist einfach: anstatt IBAN, Betrag, Referenz und Empfängeradresse manuell ins Mobile Banking zu tippen, scannt der Zahler einen QR-Code mit Schweizer Kreuz am unteren Rand der Rechnung. Die Banking-Software liest alle Daten aus und befüllt den Auftrag — der Nutzer bestätigt und zahlt. Resultat: weniger Tippfehler, weniger Zeitaufwand, weniger Frustration für den Kunden.

Für alle, die in der Schweiz Rechnungen ausstellen — KMU in Zürich, Selbstständige in Bern, Handwerker in Basel, Studios in Bellinzona und der gesamten Schweiz — ist die QR-Rechnung nicht optional: sie ist die Standardmethode, sich bezahlen zu lassen. Sie nicht zu nutzen, macht es den eigenen Kunden schwer.

Aufbau einer QR-Rechnung

Eine QR-Rechnung hat eine fixe Struktur, gedruckt im A4-Format auf perforiertem Papier oder direkt eingebettet ins Rechnungs-PDF. Sie besteht aus drei klar definierten Zonen:

Der QR-Code selbst ist ein QR ISO/IEC 18004 im Byte/Binary-Modus, mit Mindestkapazität für Fehlerkorrekturstufe M und dem charakteristischen weissen Schweizer Kreuz auf schwarzem Grund in der Mitte (7×7 mm). Dieses Kreuz macht eine QR-Rechnung sofort von jedem generischen QR-Code unterscheidbar.

Der Unterschied zwischen QR-Rechnung und alten ESR/BVR

Wer vor 2022 in der Schweiz gearbeitet hat, kennt den Vergleich. Die alten BVR (rot) und ESR (orange) Einzahlungsscheine erforderten:

Die QR-Rechnung eliminiert all das. Du druckst auf normales A4-Papier, generierst den Code per Software, und jede Schweizer Bank akzeptiert ihn. Die Referenz existiert weiterhin (siehe unten), ist aber für viele Anwendungsfälle optional.

Pflicht- und optionale Felder

Der SPC 0200 v2.2 Standard von SIX definiert genau, welche Felder im QR-Code enthalten sind. Die wichtigsten:

FeldPflichtHinweise
IBAN oder QR-IBANJa21 Zeichen (CH…). QR-IBAN nur bei QRR-Referenz.
Zahlungsempfänger (Name, Adresse, Ort, Land)JaMaximal 70 Zeichen Name, strukturierte oder kombinierte Adresse.
BetragOptionalWenn leer, gibt der Zahler ihn von Hand ein (nützlich für Spenden oder offene Anzahlungen).
WährungJaNur CHF oder EUR. Andere nicht unterstützt.
SchuldnerOptionalWenn ausgefüllt, erscheint er bereits in der Überweisung des Kunden.
ReferenzBedingtQRR (mit QR-IBAN), SCOR (Creditor Reference ISO 11649) oder NON.
Zusätzliche MitteilungOptionalMax. 140 Zeichen Freitext (Rechnungsnummer usw.).

Wie man eine QR-Rechnung richtig erstellt (häufige Fehler)

Eine gültige QR-Rechnung zu generieren, ist technisch heikel. Die Fehler, die wir oft sehen und die zur Ablehnung durch das Banking-System des Kunden führen:

Lösung

Verwende Software, die die QR-Rechnung vor dem PDF-Export validiert. Vidima führt bei jeder Generierung eine vollständige SPC 0200 v2.2 Validierung durch und blockiert den Export bei nur einem einzigen Fehler. Keine Überraschungen am Tag danach.

Technischer Standard: SPC 0200 v2.2 von SIX

SPC steht für "Swiss Payments Council". Die aktuelle Version (Stand 2026) ist v2.2, herausgegeben von SIX und seit mehreren Jahren in Kraft. Die Spezifikation ist öffentlich und auf der Website von SIX Group erhältlich.

Die wichtigsten Änderungen der v2.2 gegenüber früheren Versionen:

Professionelle Software muss auf v2.2 aktualisiert sein. Vidima ist es.

Referenztypen erklärt

QRR — QR-Referenz (27 Stellen)

Die klassische 27-stellige numerische Referenz, direkt vom alten BVR übernommen. Sie ermöglicht die perfekte automatische Abstimmung der Zahlung: die Bank liefert sie im camt.053-Auszug exakt so zurück, wie du sie ausgestellt hast — deine Buchhaltungssoftware weiss sofort, welche Rechnung bezahlt wurde. Benötigt eine QR-IBAN (keine normale IBAN).

SCOR — Creditor Reference (ISO 11649)

Internationale Referenz im Format "RF" + 2 Prüfziffern + max. 21 alphanumerische Zeichen. Funktioniert mit normaler IBAN. Moderner, auch für SEPA-Zahlungen in die EU akzeptiert.

Keine Referenz (NON)

Die Referenz leer zu lassen ist gültig. In diesem Fall verwendest du eine normale IBAN. Die Abstimmung musst du dann von Hand machen (oder über die "Zusätzliche Mitteilung", wenn der Kunde sie ausfüllt). Geeignet für wenige unterschiedliche Kunden, die man auf einen Blick erkennt.

Wie man eine QR-Rechnung bezahlt

Der Kunde, der deine QR-Rechnung erhält, hat 4 Möglichkeiten zu zahlen:

  1. Mobile-Banking-App. Er öffnet die App (PostFinance, UBS, Raiffeisen, ZKB, Kantonalbanken), tippt auf "QR scannen", richtet die Kamera auf den Code. Alles ist vorausgefüllt. Bestätigen und zahlen.
  2. E-Banking im Browser. PDF hochladen oder Computer-Scanner verwenden. Gleiches Ergebnis.
  3. Postschalter. Gedruckte Rechnung mitbringen: der Mitarbeiter scannt den QR, zahlt bar oder vom Konto.
  4. Manuelle Überweisung. Wer unbedingt will, kann IBAN und Referenz von Hand aus dem Text des Zahlteils eintippen.

Vidima und die QR-Rechnung

Vidima ist eine native Desktop-Software für Windows, von Grund auf entwickelt, um SPC 0200 v2.2-konforme QR-Rechnungen zu generieren. Für alle, die in der Schweiz arbeiten — von Zürich bis Bern, von Basel bis Bellinzona — ist Vidima darauf ausgelegt, das einfachste Tool zu sein:

Schnelle Fragen

Brauche ich zwingend eine QR-IBAN?
Nein. Nur wenn du die QRR-Referenz (27 Stellen) verwendest. Für SCOR oder keine Referenz reicht die normale IBAN völlig aus.
Kann ich eine QR-Rechnung in EUR ausstellen?
Ja. Der Standard akzeptiert CHF und EUR. Andere Währungen (USD, GBP) erfordern ein PDF ohne QR-Rechnungsteil.
Was kostet eine Vidima-Lizenz, um QR-Rechnungen zu generieren?
CHF 149, einmalig. Updates v1.x für immer gratis. Preis ansehen.
Was passiert, wenn der QR auf dem Druck beschädigt ist?
Die Fehlerkorrekturstufe M erlaubt die Wiederherstellung von bis zu 15% des Codes. Ein Kaffeefleck oder ein kleiner Knick sind meist kein Problem.
Können Kunden in der ganzen Schweiz QR-Rechnungen bezahlen?
Ja, selbstverständlich. Die QR-Rechnung ist in der gesamten Eidgenossenschaft gültig, unabhängig vom Kanton.
Kann ich Vidima nutzen, wenn ich in der Schweiz arbeite und an Kunden in Deutschland fakturiere?
Ja. Vidima unterstützt mehrsprachige Rechnungen (IT/DE/FR/ES/EN). Unterstützte Währungen für QR-Rechnungen sind CHF und EUR gemäss SPC 0200 (USD/GBP in Roadmap). Für CH-EU-Kunden verwendest du CHF oder EUR mit regulärer QR-Rechnung.

Bereit, deine erste QR-Rechnung zu erstellen?

Lade Vidima herunter, teste 14 Tage gratis, generiere konforme Rechnungen in 30 Sekunden.